Dieser rostige Trabant soll ein hübsches Cabrio werden

Dieser etwas heruntergekommene "Scheunenfund" kam vor vier Wochen zu mir. Thomas aus Stuttgart möchte aus diesem, heruntergekommenen Trabi, ein hübsches Cabrio machen, einen "Augenschmauß" eben.
Es gibt dann diesen Augenblick wo man entscheiden muß, ist der Trabi noch zu retten oder nicht, hier hatte ich so meine Zweifel, nach einer genauen Bestandsaufnahme, ging das ganze nur ganz knapp an der Schrottpresse vorbei. Außer dem Bodeblech, dem Scheibenrahmen und den Türbefestigungen, war alles zerfressen. Hier brauchten wir viele, viele Blechteile, bei der Firma Reich-Tuning bestellt, geliefert und los ging es.

Hier ging die ganze Sache los, die Schweller und das "Geweih" sind zu verrostet, das es ein Wunder ist, das die Kiste nicht durchgebrochen ist, die ersten Anzeichen gab es aber schon, das irgend etwas passiert war, denn die Tür auf der Fahrer Seite ließ sich nur schwer öffnen, sie schlug gegen den Türverschluss.

Also neues Geweih und neue Schweller, wer hier anfängt zu schweißen, sollte sich genau mit der Trabant Anatomie auskennen, hier kann man nicht einfach losmachen, es gibt da bestimmte Richtlinien für eine TÜV gerechte Restauration. Das schlimmste an der ganzen Sache ist, wie trennt man das ganze vorsichtig raus, hier heißt es flexen und schleifen und das "ewig" das Ergebnis sollte dann so aussehen:

Wichtig hierbei ist das Fahrzeug zu entspannen (entlasten), der rechteckige Querträger hält jetzt den ganzen Trabi in "Stabiler Seitenlage", jetzt können, ohne das man Angst haben muß, das sich die Karosse verzieht, die Schweller und das "Geweih" eingeschweißt werden. Vorher muß alles entrostet werden, da dann kein rakommen mehr ist.

Hier sollte darauf geachtet werden, das eine "schweißbare" Grundierung verwendet wird, sonst fliegt das glühende Eisen in der Gegend herum ohne das man einen sauberen Punkt hinbekommt.

Ein Loch im Bodenblech, macht die ganze Sache nicht einfach, hier muß aber Konsequent gearbeitet werden, wenn man einen solchen Aufwand betreibt soll das gescheit sein und wieder Jahrelang halten.

Sauber heraustrennen und ein passgenaues Blech einbauen.

Die "Einstiege" auch Schrott, da diese Einstiege ein wesentlicher Bestandteil in Verbindung mit den Schwellern, zur Fahrzeug Stabilität sind, wurden hier auch neue Einstiege verbaut.

Aber wie in gefährlichen Fernsehsendungen, bitte nicht nachmachen, wenn man nicht über die Erfahrung verfügt, da der Trabi speziell untergebaut werden muß.

Die hinteren Radkästen oder "Radhäuser" , ein Rostloch am anderen, hier hätte man sich vielleicht noch mit einer reperatur-Halbschale helfen können, aber zu allem Überfluß war der Radkasten im Innenbereich zerlöchert.

Für so einen Radkasten, gibt es keine Zukunft.

Auch hier wider der Hinweis, nicht nachmachen, auch hier muß der Trabi speziell abgestützt werden, beim kleinsten Fehler passt hier absolut nichts mehr und das ganze ähnelt einem Buckel Wal. Nachdem der Radkasten vorsichtig herausgetrennt und die alten Schweißpunkte entfernt wurden, auch hier wieder Korrosionsschutz.

Einige werden sagen, man muß vorher die schwarze Farbe bei den Blechteilen entfernen, das ist richtig, hier wird aber dann später die ganze Karosse entrostet, somit kann man sich das erstmal sparen.

Das vordere Radhaus ein Fall für die "Flex", gerade die Kante wo der Kotflügel verklebt und vernietet wird praktisch weggefault. Hier muß auch gehandelt werden, in dem man einen neuen Radkasten einbaut.

Herausgetrennter Radkasten, macht verdammt viel Arbeit, hier muß man auch wissen was man wegflext.

Hier sollte man auch Gewissenhaft arbeiten, da später die Spaltmaße der Motorhaube und der Kotflügel stimmen müssen.

Radkasten vom Motorraum aus gesehen.

Selbst die
Brille und die Stoßstangen- Befestigungsecken waren nur noch Schrott und wurden durch
orginale Ersatzteile ersetzt.
Auch das Heckblech muß noch erneuert werden, muß aber erst noch beschafft werden.

Die Ausbeute der Trabant Erneuerung, ein großer Schrotthaufen ! Aber das war noch nicht alles, das Heck war auch nur noch Schrott, also weg damit.

Der Trabant hat eine selbsttragende Karosse, hier muß man gut alles abfangen, sonst passt nichts mehr und das Ding sieht aus wie ein Buckelwal.

Das verrostete Teil wurde durch ein neues Orginalteil ersetzt.

Da ich durch den ganzen Umbau eine minimale Verwindung erreichen wollte, wurde auch das Heck abgefangen, muß man nicht machen, aber damit entlaste ich die hinteren Kotflügel, und das Heck wird stabiler.