Das erste Mal in der Schweiz
Nachdem mein Bruder schon öfters in der Schweiz war und die Leute als nett und ruhig beschrieb, hatten wir uns gedacht, da müssen wir auch mal hin. Erstens weil ich noch nie dort war und zweitens wollte ich wissen, ist die Landschaft wirklich so gut.
Also habe wir am unsere komplette Campingausrüstung zusammengepackt und haben uns am 17.05. auf den Weg in die Schweiz gemacht. Da wir ein relativ großes Zelt haben, kündigte uns mein Bruder schonmal auf dem Campingplatz an. Die Tage vorher war überall schöns Wetter, da kam gleich der erste Schock, auf der Fahrt ins Wägithal (ca. 340 km) sank die Temperatur von 20 Grad auf 12 Grad, naja damit noch nicht genug es regnete sich ein. Gut unser Zelt ist für extremes Wetter ausgelegt, aber das Zelt bei stömenden Regen aufzubauen ist nicht so toll, mein Bruder hat mit geholfen, da ging das ziemlich flott. Nachdem ich das erste Schweizer Bier (aber abgefüllt und produziert in Belgien) weggeknallt hatte, war der erste Schock erstmal überstanden. Am nächsten Tag hatte der Regen aufgehört und man dachte die Sonne kommt etwas raus, aber weit gefehlt, am Abed kühlte es wieder auf 11 Grad ab.

Campingplatz Wägithal (Vorderthal) etwas einfach, aber hier fehlte es an nichts. Ein reiner Familien Betrieb.

Doch am Tag hatte sich das Zelt bereits etwas aufgeheizt so das es nichtmehr ganz so unangenehm war. Dafür waren die Nächte um so härter. Das Thermometer knallte zum Teil bis auf drei Grad runter und ab und an war mir nach Schnee schippen zu mute. Die Erleichterung war dann jeden Früh groß das bis zum Schnee doch noch 200 Höhenmeter fehlten.

Regen und Nebel jeden Tag, auch wenn es schwer fällt sich das einzugestehen, die Landschaft hat etwas.

Ich wurde mit den Worten begrüßt "Wilkommen in der Schweiz wo das Gras noch grün und saftig ist" ich muß sagen die Landschaft hat etwas märchenhaftes an sich, der "Heidi-Vergleich" ist unsinnig obwohl es hier viele Paralellen gibt. Hier wird Landwirschaft und Viehzucht groß geschrieben, hier gibt sehr viele Kuhherden, jede Kuh hat eine Glocke, von einem "Kenner" habe ich mir das Glockengebimmel erklären lassen: "Jede Kuh besitzt eine Glocke die einen enmaligen Klang hat, zusammen gibt das eine Melodie, bei der der Bauer am Klang hört ob alle Kühe da und wohlauf sind".


Anders wie manche deutsche "Schindmähren" sind die Kühe in der Schweiz kräftig und wohlgenährt und strotzen vor Gesundheit. Obwohl es hier viele Alm und Bauernhöfe gibt, hat es hier nie nach Jauche gerochen, keine Ahnung was die Schweizer anders machen.
