Ausflug zur Wägithaler Talsperre (Vorderthal)
Wir haben den ersten Schock überstanden, da kam dann gleich der nächste, mein Bruder schlug eine Umrundung der Talsperre vor, mit den Worten: "mit dem Fahrrad habe ich eine drei-Viertelstunde gebraucht, da brauchen wir zu Fuß etwas über eine Stunde". Also schön gefrühstückt, den Hund geschnappt und dann ging es los. Fünf Minuten Autofahrt zum Ausgangspunkt, Auto geparkt und dann ging es los.

Ich meine vielleicht lag es daran das die Wasser aus der Talsperre gelassen hatten, so wie man auf dem Foto sieht, man könnte fast meinen es ist gar-nicht so weit. Also sind wir erstmal los gelaufen, auch der Hund hat sich gefreut, allerdings sollte sich das noch ändern.

Ja, man läuft und bewundert die Natur, das schaut ja alles schön aus, die Luft riecht frisch, aber es nimmt eben kein Ende, man wandert um eine Landzunge und dann erstreckt sich das wieder so zwei Kilometer weiter, hier hatte ich die ersten Gedanken, ob umkehren nicht doch besser ist. Da hört man so Sachen wie: "Wir ham doch Urlaub und etwas Bewegung tut niemanden weh", na gut der Gedanke an ein Bier und etwas gegrilltem, der lässt einem dann zur Höchstform auf laufen.



Die Natur ist eben Einzigartig, hier gibts immer etwas Neues zu entdecken und manchmal ist es eben so, wenn kein Auto vorbeikommt, fühle ich mich in das PC Spiel "Wolfenstein" versetzt, man wandert um den See und stellt sich vor hinter jedem Hügel könnte ein Deutscher Soldat hervorspringen und die Pässe verlangen, ist manchmal echt beklemmend. Vom laufenden fotografieren ist dann der Akku der Kamera hops gegangen. Ich hätte sowieso nicht mehr ohne verwackeln knipsen können, also fuhr ich sämtliche Körper Funktionen auf Sparflamme um wenigstens die Hälfte der Strecke zu schaffen, naja und irgendwann spürt man dann seine Beine nicht mehr, meine Frau eine Leidenschaftliche Spaziergängerin, fand keine Worte mehr, nicht wegen der Landschaft sondern wegen der Entfernung, unser Hund legte ein rasantes Tempo vor, nicht weil es ihm so gefiel, sonder weil er einfach nur noch fressen und dann schlafen wollte, meinem Bruder hat es schon eher die Sprache verschlagen, da hört dann einfach niemand mehr zu, wenn er erklären möchte es ist nicht mehr weit und man sieht die Sperrmauer als kleinen Punkt am Horizont. Wie sich danach herausstellte war die Um Rundung fast 13 K i l o m e t e r weit, da fallen dir keine Worte mehr ein. Gut es hat niemand geschadet, obwohl ich einem Sauerstoff Kollaps nahe war. Und wie wir dann gegrillt und Bier getrunken haben, wir wollten am nächsten Tag mit dem Auto nochmal herum fahren, aber niemand hatte so richtig Lust. Am nächsten Tag fuhr ich mit meinen beiden Kindern ins "Alpamare" am Zürichsee, dort hab ich mich dann eine Stunde in eine 36 Grad warme Salzlauge gelegt und wieder angefangen das Laufen zu erlernen.

Unser Hund bekam dann noch eine besondere Belohnung, wir haben ihm zu seinem Freund den Collie getragen, denn laufen war ja nicht mehr, Hauptsache die hatten ihren Spaß, das ist jedoch eine andere Geschichte.
Die Schweiz ist toll, aber dennoch etwas für abgehärtete denen ein Temperatursturz von 15 Grad nichts ausmacht !