Fam. Wimmer bei den Ludolf`s in Dernbach

Wer kennt sie nicht, die etwas andere Autoverwertung in Dernbach im Westerwald, die Ludolf`s, vier Brüder der etwas anderen Sorte. Ich habe fast jede ihrer Folgen im Fernsehen gesehen und bin so freiwillig oder unfreiwillig zu einem ihre zahlreichen Fans geworden. Ich habe keine Ahnung was mich in ihren Bann gezogen hat, ist es die einfache aber geniale Art der Brüder, oder ist es der normale Wahnsinn der vier.

Mich hat interessiert, sind die Brüder wirklich so, oder ist das alles nur gestellt. Kann man in so einer unwirklichen aus vielen Haufen bestehenden Umgebung leben? Sie machen verrückte Sachen, da werden schonmal ein Trabant gequält oder Oldtimer Raritäten vernichtet. Der Höhepunkt ist aber die Unordnung des Ersatzteillagers, die für Peter den Chef aber doch eine Ordnung darstellt in der er sich aber perfekt zurechtfindet. Durch Zufall bin ich im Internet auf ihre Anzeige des "Tag der offenen Tür" den sie veranstalten, gestoßen. Da ich an diesem 28. April nicht arbeiten mußte habe ich mich mit meiner Frau und meinen beiden Kindern auf den Weg nach Dernbach gemacht, natürlich hatte ich meine Familie mit dem Ludolf Boom angesteckt. Es war eine brutale Fahrt, da ich nur einen Tag Zeit hatte, mußten insgesamt 940 km an einem Tag bewältigt werden. Gegen 15Uhr 30 sind wir dann in Dernbach angekommen, uns war es etwas flau im Magen, was wird auf uns zu kommen !? Würden sich die knapp 1000 km gelohnt haben. Die Ortschaft war auch um diese Zeit noch gesperrt, wir wurden in ein riesiges Industriegebiet gelotst, hier hatten unzählige Autos und Busse geparkt, meinem TomTom sei Dank lotste es uns von hinten in die Ortschaft rein und deshalb konnten wir ziemlich nahe hinfahren. Nach fünf Minuten Fußmarsch waren wir dann endlich da. Hier erlebten wir eine Atmosphäre wie auf dem Volksfest, vor der Auffahrt drängten sich hunderte von Leuten, die auf Einlaß warteten um die Ludolfs und das Ludolfsche Haufenlager zu sehen. Als ich diese vielen Menschen sah, sanken meine Hoffnungen das die Ludolfs mich noch lebend sehen würden. Dennoch entschieden wir uns die Wartezeit von eineinhalb Stunden in Kauf zu nehmen. Da bemerkte ich eine bekannte Stimme die ich aus dem Fernsehen kannte, war das dieser "Manni" der vier Brüder, natürlich habe ich mich gleich hingedrängelt er sah mich an und bot mir an ein Foto von sich und mir zu machen, ich war freudig überrascht hier gab es keine Berührungsängste mir war als ob ich einen guten Kumpel neben mir hatte, das war für uns alle überwältigend, ich sag mal so, das sind "Stars" zum anfassen.

Dann war es endlich soweit, das wir auf das "Ludolfsche Anwesen" durften, hinter dem Tor stand Uwe, er ließ sich bereitwillig mit jedn der Besucher fotografieren und tröstete die anderen vor dem Tor, das alle noch reinkommen auch wenn es bis in die Nacht rein dauert.

Dannach ging es in das riesige Lager, es war genau so wie es im Fernsehen gezeigt wird, es war überwältigend, nach eigenen Angaben lagern hier ca. vier Millionen Ersatzteile, und Peter das "Superhirn" weiß genau ob er das gesuchte auch da hat.

Am Ende der Halle hörten wir das höllische Lachen von Peter, er ist so wie er ist, für jeden Spaß zu haben, doch man sah ihm den ganzen Foto Marathon an vier Leute vor uns konnte er nicht mehr und mußte sich zurückziehen, schade eigentlich, aber dafür kam Günther heraus, der kühle Telefonist, man merkte ihm an das er im Leben schon einiges durchgemacht hat, trotzdem erklärte er sich freundlich bereit, sich mit meinen Kindern und mir fotografieren zu lassen.

Überglücklich über die Fotos und mit der Gewissheit das die Ludolfs so sind wie sie sind und sich nicht irgendwie verstellen, sind wir dann locker wieder nach Hause gefahren, mit ganz übewältigenden Eindrücken, die ich wahrscheinlich nie vergessen werde.

zurück

Counter